Urlaubskürzung während der Elternzeit - Was ist zu beachten?

Nach der Geburt eines Kindes, besteht ein Anspruch auf Elternzeit. Die Elternzeit bedeutet für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dass das Arbeitsverhältnis ruht. Die Frage, die sich oftmals stellt ist, was mit den Urlaubsansprüchen geschieht, die während der Elternzeit entstehen.

Urlaubsansprüche während der Elternzeit

Während der Elternzeit entstehen ebenso Urlaubsansprüche des Arbeitnehmers. Viele Arbeitgeber wissen hierbei nicht, dass es die Möglichkeit der Kürzung des Urlaubs nach dem Bundesurlaubsgesetz (BEEG) gibt. Erfasst von der Kürzungsmöglichkeit wird der gesetzliche Mindesturlaub und – wenn nicht ausgeschlossen – auch der tarifliche oder vertragliche zusätzliche Urlaub.

 

Kürzung des Anspruchs

Der Arbeitgeber kann den Urlaubsanspruch für jeden vollen Kalendermonat um ein Zwölftel des Urlaubsanspruchs für das gesamte Urlaubjahr komplett oder teilweise kürzen, muss dies aber nicht. Die Kürzung ist nur für jeden vollen Kalendermonat möglich.

Die Kürzung erfolgt schriftlich, durch einseitige Erklärung. Der Zugang dieser Erklärung beim Arbeitnehmer muss vom Arbeitgeber nachgewiesen werden können. Die Kürzung kann nur dann erfolgen, wenn das Arbeitsverhältnis noch besteht, nicht mehr nach dessen Beendigung.

Arbeitet der Arbeitnehmer während der Elternzeit in Teilzeit bei seinem Arbeitgeber hat dieser keine Kürzungsmöglichkeit mehr.

Die Berechnung der Kürzung erfolgt anhand der folgenden Formel:

Urlaubstage Gesamt x Anzahl der Monate, für die gekürzt wird ./. 12 = Anzahl der gekürzten Urlaubstage

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